Zum Inhalt springen

Konzerte

Gerne können Sie Aeham Ahmad für eine Veranstaltung anfragen. Es gibt dafür mehrere Optionen:

  • Solo-Konzert
  • Solo-Konzert mit Lesung
  • Konzert Aeham Ahmad & Edgar Knecht Trio
  • Konzert Aeham Ahmad Barcelona Quartet
  • Connecting Cultures – Aeham Ahmad & Cornelius Hummel
  • Sadaqa

Zur Anfrage nutzen Sie bitte das Formular auf der Seite Kontakt.


Solo-Konzert

Durch sein Klavierspiel inmitten der Trümmer des umkämpften Palästinenserlagers Yarmouk bei Damaskus sorgte Aeham Ahmad für internationale Aufmerksamkeit. In der Zuflucht, die er in Europa gefunden hat, lässt er seine Zuhörer an musikalischer Integration teilhaben: Sein Konzertprogramm lässt orientalische Volkslieder, westliche Klänge und Eigenkompositionen zusammenfließen. Im Focus stehen Stücke seiner Debüt-CD „Yarmouk“, die Aeham Ahmad aber stets abhängig von der Konzertatmosphäre mit Improvisationen verändert – kein Konzert klingt daher wie das andere, jedes Konzert ist einzigartig. Das Konzertprogramm dauert ca. 70 Minuten zuzüglich 15 Minuten Pause (und Zugaben). – In Deutschland erhielt Aeham Ahmad 2015 den Beethovenpreis und 2017 den Weltmusikpreis „Creole“ (gemeinsam mit dem Edgar-Knecht-Trio), in Italien zeichnete man ihn 2018 mit dem Adriatico Mediterraeno Prize aus. – Ein Muster für ein mögliches Programm steht hier als PDF zum Download zur Verfügung: PDF Solokonzert

Foto: Armin Ziegler
Foto: Armin Ziegler

Solo-Konzert mit Lesung

„Und die Vögel werden singen“, erzählt die Geschichte Aeham Ahmads, jenes Pianisten, der mitten im zerstörten Yarmouk in Syrien sein Klavier auf die Straße stellte und für die hungernden Menschen musizierte. Diese Geschichte beginnt lange vor dem Krieg. Sie beginnt dort, wo er die Musik kennen lernte, sie liebte und hasste – und sich schließlich mit ihr versöhnte. Der Leser erhält einen sehr persönlichen Einblick in Aeham Ahmads frühen Werdegang. Dabei bekommen selbst unmusikalische Menschen ein Gefühl dafür, was für harte Arbeit hinter seinem Talent steckt. Nebenbei lernt der Leser die syrische Gesellschaft kennen, lernt, sie mit anderen Augen zu betrachten und erkennt das Unbeschwerliche sowie das Hässliche in ihr. Hässlich ist vor allem das korrupte politische System, die soziale Segregation und die Omnipräsenz der allmächtigen Geheimdienste. Und doch werden nicht nur schwierige Momente seines frühen Lebens beschrieben, sondern auch besonders glückliche Momente seines Alltags. Ein Alltag, der ganz plötzlich in ein unendliches Chaos stürzt, zu einer Zeit, in der das Leben ihn endlich anzulächeln schien.
Aeham Ahmads Autobiografie „Und die Vögel werden singen“ (Verlag S. Fischer, 2017) erschien mittlerweile in zahlreichen Sprachen und lässt Menschen in aller Welt das Schicksal des syrischen Volkes nachspüren. Der Autor berichtet auch von seiner dramatischen Flucht und der Ankunft in Deutschland, wo er viel Warmherzigkeit erlebte. Eine Leseprobe des Verlags finden Sie hier. Die Neue Züricher Zeitung schrieb in ihrer Rezension:

„Eine Geschichte voller Hoffnung, Menschlichkeit – und Musik.“

Und in den Nürnberger Nachrichten heißt es:

„Es sind herzzerreißende, dramatische und hochemotionale Szenen und Geschichten, die Aeham Ahmad in seinem Buch erzählt. Großer Stoff, der zur Verfilmung taugen würde.“

Die Westdeutsche Zeitung kommt zu dem folgenden Schluss:

„Das Buch erzählt all das, was Menschen wissen sollten, um Flüchtlinge besser zu verstehen.“

Im Wechsel mit musikalischen Stücken werden im Verlaufe des Konzerts drei Auszüge aus dem Buch gelesen (wobei Aeham Ahmad den Organisatoren des Konzertes die Auswahl der Passagen überlässt). Dabei wird die Vorleserin bzw. der Vorleser durch den Veranstalter gestellt. Das musikalische Programm dauert ca. 60 Minuten, zusammen mit drei Lese-Einheiten à 10 Minuten ergibt dies eine Gesamtveranstaltungsdauer von 90 Minuten – zuzüglich 15 Minuten Pause (und Zugaben). Ein Muster für ein mögliches Programm steht hier als PDF zum Download zur Verfügung: PDF Konzert und Lesung

Ariel Hauptmeier (links) bei der Lesung des Buches im Gymnasium Bleckede (Foto: Jürgen Plümer)
Ariel Hauptmeier (links) bei der Lesung des Buches im Gymnasium Bleckede (Foto: Jürgen Plümer)

Aeham Ahmad & Edgar Knecht Trio

Mit dem Programm „Keys to friendship“ begegnet der mehrfach preisgekrönte Jazzpianist Edgar Knecht dem Freund Aeham Ahmad mit seinem virtuosen Trio. Die Hessische/Niedersächsische Allgemeine schwärmte zur Premiere vor ausverkauftem Haus in der Oper Kassel:

„Schon jetzt das bewegendste Konzert des Jahres – auch musikalisch herausragend. Zu schade für nur eine Aufführung.“

„Keys to Friendship“ ist auch als CD erhältlich. Kurz nach seiner Veröffentlichung gewann das Album den Weltmusikpreis „Creole“ und erhielt durch eine Nominierung für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik besondere Anerkennung. Die Konzerte des Trios mit Aeham wurden auf vielen Festivals umjubelt.


Aeham Ahmad Barcelona Quartet

2017 begegneten sich Aeham Ahmad und der portugiesische Violinist João Silva zum ersten Mal in Barcelona, um gemeinsam zu musizieren. Zusammen mit zwei stadtbekannten Instrumentalisten – dem mexikanischen Kontrabassisten Juan Carlos Buchan und dem spanischen Perkussionisten Albert Enkaminanko – traf man sich, um Originalkompositionen von Aeham Ahmad und Arrangements von João Silva einzuspielen. In einer Fusion aus Orient und Okzident entstanden in dieser Kollaboration wunderbare Melodien – Musik voller Emotion und großer Lebendigkeit! – Eine Anfrage für Festivals im Jahr 2019 ist ab sofort möglich.


Connecting Cultures – Aeham Ahmad & Cornelius Hummel

Der Violoncellist Cornelius Hummel und Aeham Ahmad lernten sich in Wiesbaden kennen. Schon während seiner Schul- und Studienzeit widmete sich Cornelius Hummel intensiv der Komposition, anfangs unter der Anleitung seines Vaters, dem Komponisten Bertold Hummel. Die Frankfurt Feste, die Internationalen Maifestspiele Wiesbaden, die Hannoversche Gesellschaft für Neue Musik, das Sinfonieorchester Wuppertal, sowie zahlreiche Solisten, Kammerensembles und Kammerorchester gaben bei Cornelius Hummel Werke in Auftrag. Er war Mitbegründer und Cellist des Quartett Avance, das auf internationaler Ebene die Verbreitung neuer Musik voran trieb. Einladungen von Goethe-Instituten zu Konzerten und Workshops führten ihn mit dem Quartett in Länder wie Kroatien, Slowenien, Spanien, Bulgarien, USA, Bolivien, Peru, Kolumbien, Kuba und Mexiko. Von 1987 bis 2008 war Cornelius Hummel Cellist am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. In der Zusammenarbeit mit Aeham Ahmad treffen sich moderne, orientalische und jazzige Klänge in den Stücken, die beide Musiker komponiert und gemeinsam eingespielt haben. Weitere Informationen über Cornelius Hummel finden Sie hier, über seine Website können Sie auch die Audio-CD „Connecting Cultures“ bestellen.


Sadaqa

„Eigentlich spiele ich gar nicht gerne alleine auf der Bühne!“ meint Aeham Ahmad augenzwinkernd. Dabei ist der Syrer mit der markanten Stimme ganz solo als „Pianist aus den Trümmern“ populär geworden.

„Sadaqa“ – zu deutsch „Freundschaft“ – heißt nun sein Bandprojekt, gegründet im Sommer 2018 mit den Musikern Nils Alf (Sax, Klarinette, Bassklarinette), Kay Kalytta (Percussion) und der franco-deutschen Sängerin Nora Benamara. Sadaqa ist die Begegnung unterschiedlicher musikalischer Welten. Arabische Volksmusik, Jazz und Chanson treten miteinander in Dialog und laden auf einer Reise in Aehams Geschichte ein. An den gefühlvollen Interpretationen von Nora Benamara spiegelt sich dabei die arabische Sprache an der englischen, deutschen und fanzösischen. Brücken entstehen und lassen den Zuhörer eintauchen in die zartbitteren Erzählungen aus dem syrischen Yarmouk. Melancholie, Humor, Unschuld und Hoffnung verschmelzen in authentischen Improvisationen – und nichts liegt plötzlich näher als das Ferne. So berührt Sadaqa ehrlich und verbindet über Grenzen hinweg.